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Linie

Die Drukpa Linie

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Der Ursprung der Drukpa Linie geht auf den Urbuddha Vajradhara zurück, den alles durchdringenden Herrn der hundert Buddha Familien.

 

Vajradhara selbst gewährte seinen Segen direkt Tili Sherab Zangpo, Tilopa - der im 10. Jahrhundert in Bengalen lebte. Tilopa gab dann die Übertragung seiner vollen Verwirklichung dem Herrn der Welt, dem indischen Mahasiddha Naropa (1016-1100).

Ungebrochen, vom Guru zum Schüler, wurde die Übertragung an den tibetischen Marpa Chokyi Lodro (1012-1096) weitergegeben, einer Emanation des indischen Siddha Dombhi Heruka; danach zu dem großen Meister Jetsun Milarepa (1040-1123), der innerhalb eines Lebens die direkte Verwirklichung der Großen Vereinigung erlangte; dann an den von Buddha in vielen Sutras und Tantras vorhergesagten, den unvergleichbaren Dagpo Dawoe Shonnu, 'Mond der Jugend' (Gampopa, 1079-1153); danach zum glorreichen Phagmo Drupa der auch Khampa Dorje Gyalpo (1110-1170) genannt wird, die Reinkarnation des Buddha Kracuccanda, dem zweiten Buddha dieses Äonen Zeitalters, der in diese Welt zurückkam um den Wesen zu nutzen; und zuletzt an Mahasiddha Lingchen Repa (1128-1188), dessen Entsagung und Verwirklichung dem großen indischen Mahasiddha Saraha glich.

Dann erschien ein unvergleichbarer Schüler, der seinen Namen dieser 'Weissen Linie des letztendlichen Sinnes' gab.

Vor über 800 Jahren, als Drogon Tsangpa Gyare Yeshi Dorje, der Buddha des Mitgefühls (Tib. Chenrezig, Skt. Avalokiteshvara) in menschlicher Form (1161-1211), Nam-gyi Phu in der Nähe von Lhasa erreichte bei seiner Suche nach einem Ort für den Bau eines Klosters, wie es von seinem Guru, Lingchen Repa (1128-1188), vorhergesagt wurde, röhrten 9 Drachen von der Erde auf und flogen mit lautem Donnergetöse in den Himmel; man sagt, sie waren Manifestationen der indischen Mahasiddhas. DrogonTsangpa Gyare verstand dies als ein verheissungsvolles Zeichen und nannte seine Linie ‘Drukpa’ und sowohl seine Linie wie auch seine Linienanhänger wurden Drukpa genannt. Allen nachfolgenden Reinkarnationen von Drogon Tsangpa Gyare wurde der Titel Gyalwang Drukpa verliehen und sie wurden als spirituelle Führer der Drukpa Linie anerkannt. Die Drukpa Linie wurde für ihre Einfachheit, ihr Asketentum und für das Verständnis und Wissen ihrer Anhänger und für ihre tiefgreifenden Lehren bekannt. Das tibetische Sprichwort jener Zeit,

"Die Hälfte der Leute sind Drukpas,
die Hälfte der Drukpas sind Bettler, und
die Hälfte der Bettler sind Siddhas"

ist ein Zeichen für die Verbreitung ihrer Schüler und den Einfluss ihrer Praxis.

Von allen Gyalwang Drukpas, ist der 4. Gyalwang Drukpa, Kunkhyen Pema Karpo der wichtigste und meist bekannte. Er hatte unzählige vollendete Schüler unter denen sich auch der bekannte Drukpa Tulku Namsum ( Kyabje Drukpa Yongdzin Rinpoche, Kyabje Chogda Rinpoche und  Kyabje Driwu Rinpoche) sowie Thuchen Chokyi Gonpo ( Kyabje Drukpa Choegon Rinpoche) befanden, die beide alsgleich Schüler sowie Lehrer des Gyalwang Drukpa waren.

Selbst in der heutigen Zeit ist die Drukpa Linie verantwortlich für über 1000 Klöster in Tibet, Bhutan, Ladakh, Garsha, Kinnaur, Süd-Indien, West Bengalen, Sikkim und Nepal und sie ist verantwortlich für ein Leben mit Weisheit, Liebe und Harmonie von Millionen von Wesen um die gesamte Welt.

Die Drukpa Linie in Bhutan

Die Etablierung der Drukpa Linie in Bhutan wurde Onre Dharma Sengye von Tsangpa Gyare vorhergesagt, und dieser schickte dann Phajo Drukgom Shigpo nach Bhutan. Phajo schuf den spirituellen und andauernden Einfluss der Drukpa Linie in Bhutan. Etwa 1300 n.Chr. besuchte Gyalwa Lorepa Bhumthang, gründete die Chodrak Gompa in Bhumthang und verbreitete die Lehren der Drukpa Linie. Auf Einladung hin besuchten später die Nachfahren von Phajo Druggom, Jamyang Kunga Sengye, Thrulshik Namkhai Naljor, Gyalwang Je, Ngawang Chogyal und sein Sohn, Drukpa Kunleg, Mipham Chogyal und Mipham Tenpai Nima Bhutan von Ralung aus und verbreiteten die Lehren der Drukpa Linie noch weiter. Wie vorhergesagt, hatte Kunkhyen Pema Karpo, der 4. Gyalwang Drukpa zwei Reinkarnationen: Shabdrung Ngawang Namgyal und Paksam Wangpo. Shabdrung Ngawang Namgyal verließ 1616 Ralung nach Bhutan und im Jahre 1651 hatte er Bhutan vereint und richtete sich selbt als der spirituelle und dauerhafte Regent von Bhutan ein. Er nannte das Land "Druk" fund die Leute "Drukpa", um die Überlegenheit der Drukpa Linie zu unterstreichen. Seither ernannte Shabdrung Ngawang Namgyal Pekar Jungne als Seine Heiligkeit, den ersten Je Khenpo, als spirituelles Oberhaupt aller Klöster in Bhutan. Die nachfolgenden Je Khenpos übernahmen in Verbindung mit Ihren Majestäten, den Königen von Bhutan, die Rolle des spirituellen Oberhauptes des Königreiches Bhutan. Hauptsächlich wegen ihres bedingungslosen und unerbittlichen Einsatzes, das Dharma aufrecht zu erhalten, blüht der Buddhismus allgemein und die Drukpa Linie im Besonderen noch immer in dem Land.

Die Drukpa Linie in Ladakh und Tibet

Der Ursprung der Drukpa Linie in Ladakh begann mit Taktsang Repa Ngawang Gyatso (1573-1651), einem Schüler des 5. Gyalwang Drukpa Pagsam Wangpo(1593-1641) und Drukpa Yongzin Ngawang Zangpo. Er meditierte zu jener Zeit nach seiner Pilgerreise nach Swat Valley (heute in Pakistan) in Ugyen Dzong, einer Retreat Höhle von Guru Padmasambhava und Naropa in der Nähe von Kargil, als er eine Einladung von König Jamyang Namgyal aus Ladakh erhielt. Er lehnte die Einladung ab, indem er sagte, dass er weder die Erlaubnis seines Gurus, noch die Führung der Dakinis hätte, die königlichen Hof von Ladakh zu besuchen, und kehrte nach Tibet zurück. Als Sengye Namgyal den königlichen Thron von Ladakh bestieg, bat er Drukpa Pagsam Wangpo, Taktsang Repa nach Ladakh zu schicken, um dem königlichen Hof spirituelle Führung zu geben und die Lehren der Drukpa Linie in Ladakh zu verbreiten. Taksang Repa befolgte die Anweisungen von Drukpa Pagsam Wangpo und kam 1624 im Alter von 50 Jahren in Ladakh an und gründete zuerst das Kloster in Hamley. Zwei Jahre später kam er in Hemis an und wurde von König Sengye Namgyal und Mitgliedern des königlichen Hofes empfangen. 1930 baute er den Hemis Jangchub Ling Schrein (heute Dukhang Nyingpa genannt) und begründete die Sangha. Mit königlicher Schirmherrschaft verbreiteten die nachfolgenden Reinkarnationen von Tagtshang Repa die Drukpa Linie über das gesamte Königreich Ladakh, wie auch über Zanskar und Lahaul.

Der König von Ladakh lud auch Jamgon Ngawang Gyeltsen aus Bhutan ein, Ladakh zu besuchen, wo ihn der Premierminister, der König und Mitglieder der königlichen Familie sehr warm und mit Ehrerbietung und Respekt empfingen. Er gab dem König und den Leuten von Ladakh viele Belehrungen und stellte viele Wunder zur Schau. Jamgon war besonders bekannt dafür, Wunder zu vollbringen und Wahrsagungen zu machen. Er bewies auch sein Expertentum, Zungs Rollen, Mandala Zeichnungen und Kreuzdorjes zu machen, die noch immer in den meisten Klöstern von Ladakh zu sehen sind. Somit spielte auch er eine führende Rolle, die Drukpa Linie in Ladakh zu verbreiten.

Khampa Ngawang Tenphel war einer der meist verehrtesten Meister dieser Zeit. Fast alle Klöster und Meditationszentren der Drukpa Linie in Osttibet sind mit Khampa Ngawang Tenphel, auch als Kyabje Khamtrul Rinpoche bekannt, und all seinen nachfolgenden Reinkarnationen verbunden.

Khonchok Gyalpo oder Kyabje Dorzong Rinpoche war ebenso im östlichen Tibet, nahe der chinesischen Grenze sehr populär. Seine nachfolgenden Reinkarnationen haben in dieser Gegend unzählige Meditationszentren und klösterliche Einrichtungen gegründet und vermachten dieser Gegend eine Erbe von grossartigen Belehrungen und Aktivitäten die auch heute noch den Wesen dort und anderswo im Himalaya seinen segensreichen Nutzen bringen.

Die Drukpa Linie hat somit seit über 800 Jahren das Erbe, zahllose Wesen auf den Pfad authentischer  Spiritualität  und letzendlicher Erleuchtung zu führen, seitdem die neun Drachen an dem heiligen Ort Namdruk am Himmel  röhrten. Und selbst in unserer heutigen Zeit, haben grosse Boddhisattvas wie diese Meister und deren Reinkarnationen, Live to Love Aktivitäten in verschiedenen Formen fortgeführt. Ihre Realisierungen und ihr Geist sind selbst nach hunderten von Jahren dort noch vorhanden.So haben zum Beispiel, im östlichen Teil Tibets die drei grossen Meister Kyabje Dzigar Rinpoche, Kyabje Trulshik Adeu Rinpoche und Kyabje Drugu Choegyal Rinpoche und all deren Reinkanationen, genau wie die von Guphu, Diphu und Jophu und von so weit entfernt wie Jamme, selbstlos für die Besserung ausnahmslos aller Wesen beigetragen. Dies ist defintif ein Zeichen für die wunderbare und erstaunliche Drachen Linie.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 18. November 2009 um 02:10 Uhr ) Weiterlesen...
 

Begründer der Drukpa Linie

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Tsangpa Gyare Yeshe Dorje (1161-1211) war einer der außergewöhnlichsten Schüler Ling Repas. Er war der Begründer der Drukpa Tradition und der erste Gyalwang Drukpa.

Aktualisiert ( Dienstag, den 06. Januar 2009 um 00:18 Uhr ) Weiterlesen...
 
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